Hausärzteverband Oberbergischer Kreis
Hausärzteverband Oberbergischer Kreis

Anschreiben des oberbergischen Hausärzteverbandes an die Hausärztinnen und Hausärzte in Oberberg und Rhein-Berg vom 04.04.2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Kreisverband des Hausärzteverbandes im Oberbergischen Kreis startet unter Einschluss
der Kolleginnen und Kollegen von Rhein-Berg eine Umfrage. Wir bitten Sie , sich zu beteiligen,
damit wir den Mutmaßungen, warum so wenige Ärztinnen und Ärzte

 a) hausärztlich tätig
     und
b) als "Landärzte" tätig werden  wollen

mit der Folge eines absehbaren katastrophalen Hausärztemangels bei Überversorgung in allen anderen Fachgruppen( mit Ausnahme der FÄ f. Physikalische und Rehabilitative Medizin) eine wichtige wirtschaftliche Indikatorgröße  entgegensetzen können.

Veranstaltungen unter Beteiligung von KV-Vertretern, Kassenvertretern und Kommunalpolitikern führen in der Regel zu Appellen, das Image der Hausarzttätigkeit zu verbessern, den Nachwuchs bereits im Studium anzusprechen und die Landkreise und Kommunen an den Imagewerbungen und Gestaltung förderlicher Rahmenbedingungen für eine hausärztliche Niederlassung zu beteiligen.


Über alles wird gesprochen nur nicht über das Geld für eine wirtschaftlich und zukunftssicher zu führende Hausarztpraxis mit einem angemessenen Einkommen.

Sinkende Regelleistungsvolumen,  regionale Honorarverhandlungen zwischen KV und Kassen mit Ergebnissen für den hausärztlichen Bereich unterhalb der Teuerungsquote ( 2013: 0,9% !), 12% niedrigere mGV-Vergütung der Krankenkassen für NRW seit 2009 (400 Mio. Euro fehlen der ambulanten ärztlichen Versorgung pro anno in NRW ) und einer Mangelverwaltung mit den Folgen einer Bedrohung der hausärztlichen Versorgung kennzeichnen die Entwicklung.
 Wenn die hausärztliche Versorgung einbricht, werden im Rahmen eines
"Domino-Effektes" massive Auswirkungen auf den fachärztlichen Bereich, den Rettungsdienst und den stationären Bereich bis hin zum Zusammenbrechen erfolgen.

Während Piloten und Angestellte im öffentlichen Dienst streiken und klare Forderungen aufstellen aufgrund des grundgesetzlich garantierten Rechts zur Koalitionsfreiheit und zu Arbeitskämpfen, arbeiten Ärzte bis zum Umfallen unter den Bedingungen, die ihnen andere aufhalsen, unter dem Sanktionsinstrument des §95 SGB V.

In der hausarztzentrierten Versorgung kämpft der Hausärzteverband  für eine zukunftsssichere hausärztliche Versorgung auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Wir wollen von Ihnen wissen, welchen Fallwert Sie benötigen, um Ihre Betriebskosten, Praxisinvestitionen,Abschreibungen
finanzieren zu können neben einem für Sie akzeptablen Bruttoeinkommen.

Wenn sich viele Praxen beteiligen, werden wir zu einer interessanten Aussage kommen, die wir den RLV und natürlich auch den in der HzV erwirtschafteten Fallwerten gegenüberstellen werden.
Die Ergebnisse sollen anonym statistisch aufbereitet werden mit Darstellung der Streubreite, des Durchschnitts- und des Medianwertes.

Die Veröffentlichung wird erfolgen durch den Hausärzteverband  und auch
gegenüber der politischen Öffentlichkeit und den Organen der Selbstverwaltung zur Geltung gebracht werden.

Alle Zusendungen werden vertraulich behandelt.

Zur Umfrage....
(verlängert bis 15.05.2014)


Mit freundlichen Grüßen in Erwartung Ihrer Antwort

Dres. med. Ralph Krolewski    und   Thomas Aßmann
Vorstand des Hausärzteverbandes im Oberbergischen Kreis

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Dümmlinghauser Str. 76
51647 Gummersbach

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