Hausärzteverband Oberbergischer Kreis
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Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und Krankenkassen korrigieren die freien Hausarztsitze unter Anwendung einer Ausnahmeregelung bis 2016 nach unten



Am 28.06.2013 wurde im Gesundheitsausschuss des Oberbergischen Kreises durch Mitarbeiter der Abteilung f. Sicherstellung der
KVNO zur Bedarfsplanung für die ärztliche Versorgung berichtet:

Für den Mittelbereich Gummersbach wurden 8,5  und für Waldbröl 4  unbesetzte Hausarztsitze dargestellt aufgrund der seit 01.01.2013
geltenden Bedarfsplanungsrichtlinie (BP-RL).

Zu diesem Zeitpunkt galten aber bereits - wie sich jetzt darstellt - andere Planungsgrundsätze im Rahmen einer zwischen KVNO und Krankenkassen beschlossenen und vom Ministerium bewilligten Ausnahmeregelung nach §67 der Bedarfsplanungsrichtlinie, die besagt, dass zunächst Planungsbezirke für Neuzulassungen berücksichtigt werden, die einen Versorgungsgrad von weniger als 100 Prozent aufweisen. Alle anderen Planungsbezirke bleiben für Neuzulassungen bis 2016 gesperrt.

Nach der angewandten Ausnahmeregelung ist für den Planungsbereich Gummersbach,Bergneustadt,Marienheide,Wiehl und Reichshof

nur 1 zusätzlicher Hausarztsitz frei,

für den Planungsbereich Waldbröl,Morsbach und Nümbrecht besteht eine Niederlassungsmöglichkeit für 2 zusätzliche Hausärzte.


Die Ausnahmeregelung für Nordrhein insgesamt führt  zu einer Senkung der freien Hausarztsitze von 280 auf 52 zzgl. einer unbegrenzten Anzahl in Kleve und Geldern am Niederrhein.
Quellen:
http://www.kvno.de/downloads/bedarfsplanung/anlagen_bedarfsplanung.pdf

 

http://www.kvno.de/downloads/bedarfsplanung/hausaerztliche_versorgung.pdf




Bereits am 14.06.2013 in der Veröffentlichung des Bedarfsplanes für Nordrhein wurde festgestellt:

"Im hausärztlichen Bereich kommt § 67 BP-RL, die Versorgungssteuerung in
besonderen Fällen, zur Anwendung. Somit werden Planungsbereiche bis zum
30.06.2016 mit einem Versorgungsgrad ab 100 % gesperrt. Dies soll ermöglichen,
dass ein größerer Anreiz besteht sich in Mittelbereichen mit einem Versorgungsgrad
von unter 100 % niederzulassen."
http://www.kvno.de/downloads/bedarfsplanung/bedarfsplan_nordrhein2013-06-14.pdf

Es bleibt schleierhaft, warum dem Gesundheitsausschuss des Oberbergischen Kreises am 28.11.2013 nicht die bereits geänderten Planungsgrundsätze mit der entscheidenden Ausnahmeregelung für den hausärztlichen Bereich ( Tagesordnungspunkt!) berichtet und dargestellt wurden.

Die Abstimmung mit den Krankenkassen war bereits im November 2013 erfolgt und lag dem Ministerium zur Bewilligung vor.
Quelle:
http://www.kvno.de/downloads/bedarfsplanung/hausaerztliche_versorgung.pdf

 

Gummersbach,Lindlar, den 06.01.2014

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