Hausärzteverband Oberbergischer Kreis
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Gesundheitsuntersuchung in der Hausarztpraxis zur Früherkennung von Risiken

Gesetzlich Krankenversicherte haben ab dem 36. Lebensjahr einen Anspruch auf eine Gesundheitsuntersuchung alle zwei Jahre.

Nicht nur Laborwerte (Cholesterin und Blutzucker sowie eine Urinstatus) werden erhoben, sondern die Gesundheitsuntersuchung beinhaltet ebenfalls eine körperliche Untersuchung und Erfassung vorhandener Risiko-Merkmale.

Über anerkannte Risiko-Rechner kann z.B. das 10-Jahres-Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bestimmt werden und eine Beratung zur Verringerung des Risikos durchgeführt werden.

Änderungen eines riskanten Lebensstiles sind dabei entscheidend:

Rauchstop, verbesserte Bewegung, Umgang mit Stressfaktoren und Ernährung.

Zu einem Risiko-Rechner (PROCAM)...

 

Rauchstop

Wer raucht, hat statistisch eine deutlich verkürzte Lebenserwartung und ein 50prozentiges Risiko, an einer schweren Herz- oder Lungenerkrankung inkl. Krebs zu versterben.

Es lohnt sich also aufzuhören und am besten vor dem 40. Lebensjahr.

Ca. 30 v.H. der Raucherinnen und Raucher haben eine schwere Niktonabhängigkeit. Nikotin wird im Tabakqualm inhaliert und wirkt suf Rezeptoren im Gehirn. 4.000 andere Stoffe im Tabakqualm sind identifiziert , darunter mehr als 40 krebserregende Substanzen, und stellen einen Dauerangriff auf die menschliche Gesundheit dar.

Durch einen zunehmenden Nichtraucherschutz mit zunehmenden Rauchverboten konnte bereits die Rate an Herzinfarkten durch Passivrauchen deutlich gesenkt werden.

Hilfen zum Rauchstop gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Bei einer schweren Nikotinabhängigkeit (erste Zigarette bereits morgens innerhalb von 5 Minuten nach dem Aufwachen, Weiterrauchen auch bei Erkrankung, deutliche Entzugssymptomatik) hilft nur eine strukturierte Tabakentwöhnung mit ggfs.vorübergehendem  Einsatz einer Nikotinersatztherapie.

Dazu in der Hausarztpraxis nachfragen.

Bei stationärer Behandlung und im Umfeld von Operationen sollten Patienten, die keinen Rauchstop durchführen können, nach einer Nikotinerstztherapie nachfragen.

 

2004 wurde in den USA im größten Zivilprozess Anklage gegen führende Tabakunternehmen erhoben nach dem RICO-Act (Rechtsgrundlage zur Verfolgung und Verurteilung von Kriminellen Vereinigungen des Organisierten Verbrechens). Die Anklageschrift umfasste ca. 2.400 Seiten und führte aus, dass die beklagten Tabakunternehmen 50 Jahre lang bewußt die Öffentlichkeit hinsichtlich der Schädlichkeit des Rauchens (Abhängigkeitsentwicklung und Krebsgefahr) getäuscht hatten.

2006 kam es zum Urteil, in dem aufgrund der erdrückenden Faktendarstellung u.a. die Tabakunternehmen massive Auflagen und Weisungen zur öffentlichen Dartsellung zur Schädlichkeit ihrer Produkte

erhielten.

Ebenfalls mussten sich die Tabakhersteller verpflichten, ihre  Dokumente zu veröffentlichen.

Daraus wurde eine beispiellose Dokumentation von 14 Mio. Dokumenten im Internet auf der Seite http://legacy.library.ucsf.edu/

Die veröffentlichten Dokumente waren Gegenstand von wissenschaftlichen Analysen und Auswertungen. Zum weitreichenden Einfluss der Tabakindustrie auf das wissenschaftliche und medizinische "Establishment" in Deutschland erschien 2006 folgende Studie, die vom us-amerikanischen Krebsforschungsinstitut und dem Deutschen Krebsforschungsinstitut in Heidelberg gefördert wurde und bereits in Teilen 2003 der ersten Deutschen Konferenz zur Tabak-Kontrolle sowie 2004 im Europäischen Parlament im Seminar "Tabak und Ethik" vorgestellt wurde . Der Artikel erschien 2006 in der Zeitschrift "American Journal of Public Health" (auf Englisch).

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