Hausärzteverband Oberbergischer Kreis
Hausärzteverband Oberbergischer Kreis

Patienten und Ärzte und Mitarbeiter ziehen vor die Regress-Zentrale

"Regresse abschaffen:            Deshalb sind wir hier !"

250 Oberbergerinnen und Oberberger in Düsseldorf am 21.11.2014

Vor der "Regress-Zentrale"

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Die oberbergischen Demonstranten ,darunter etliche Senioren , gingen gegen die Bedrohung ihrer Ärzte auf die Straße und begleiteten vor der Kundgebung den Bergneustädter Kollegen Paas zur „Regress-Zentrale“, wo er 50 Seiten Widerspruch im zweiten Regress-Verfahren einreichte, nachdem er 5 Tage mit jeweils zwölfstündiger Bearbeitung von 3.600 Bildschirmseiten zugebracht hatte, um seine Verordnungen zu rechtfertigen.

 

Die Demonstration wurde veranstaltet durch das

OBERBERGISCHE AKTIONSBÜNDNIS GEGEN REGRESSE

aus  Ärzten, dem Oberbergischen Hausärzteverband  und dem Lindlarer Aktionsbündnis "Wir für Blettenberg",

welches bereits 2013 6.000 Petitionsunterschriften gesammelt hatte und an allen Aktionen bislang beteiligt war.

Unterstützt wurde die Demonstration ebenfalls durch den Hausärzteverband Nordrhein .

 


Die Demonstranten forderten den Rücktritt von Dr. Backes , dem Vorsitzenden des Beschwerdeausschusses ,und den überfälligen Wegfall der gesetzlichen Grundlage für Regresse sowie , dass Ministerin Steffens im Rahmen der Dienstaufsichtsbeschwerde des Oberbergischen Aktionsbündnisses gegen Regresse den Beschwerdeausschuss prüfen soll.
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Dr. Krolewski forderte für den Vorstand des oberbergischen Hausärzteverbandes:
„Die Politik muß sich entscheiden, ob sie auf der Seite der Behandelnden und der sich ihnen Anvertrauenden steht oder weiterhin ein System befördern will, welches schützenswerte Güter bedroht und den dringend benötigten ärztlichen Nachwuchs
-insbesondere den hausärztlichen- abschreckt.
Ärzte müssen bei der Versorgung von Patienten angstfrei verordnen können und sie benötigen Instrumente, die ihnen dieses erlauben , und keine drohende Existenzvernichtung im Nachhinein mit jahrelangem Schrecken !“
"Ärztinnen und Ärzte brauchen Unterstützung und keine Abschreckung , die dann auch ihre Patienten betrifft !"

(Zum Redebeitrag von Dr. Krolewski)
 

Es wurde dargestellt, welche Auswirkungen die quartalsweise erfolgenden Mitteilungen zur Überschreitung der Richtgrößen ohne Darstellung zu den anerkannten Praxisbesonderheiten haben.

Eine Neurologin wurde zitiert: „Ich liege 90
Prozent drüber und habe bei jeder Verordnung die Angst im Nacken.

Ich arbeite jeden Tag 13 Stunden, um meine Patienten zu versorgen."

 

Befinden wir uns im "Kalten Krieg" gegen Ärzte ?
 

Der Waldbröler Kinder- und Jugendarzt Nothnick, der Obmann der Oberbergischen Kinder- und Jugendärzte prangerte Mißstände un die gravierenden Folgen an:

Er hat seit 2002 mehrere Regresse und Prüfverfahren erlitten zu
Arzneimitteln und  Heilmitteln (Krankengymnastik, Ergotherapie und Sprachtherapie) bei  Kindern. Nothnick wurde begleitet durch einen jungen Mann im Rollstuhl, der aufgrund der intensiven Therapie nach geburtlicher Hirnschädigung entgegen schlechter Prognosen vor vier Wochen das Studium der Informatik aufgenommen hat.
Nothnick wies darauf hin, dass mit dem angekündigten Rückzug aus der Frühförderung durch die Landschaftsverbände und Zuständigkeit der Krankenkassen bei einem Wegfall von Anerkennungen als Praxisbesonderheiten ab 2015 massiv die Spielräume der
Behandlung behinderter Kinder eingeengt werden. Dadurch wird dann wiederum absehbar die Regressgefahr gesteigert !
 

Weitere Berichte :

 

Kölnische Rundschau: "Mit Trillerpfeifen gegen Regresse"

und Bilder dazu.

 

Bericht im WDR-Fernsehen bei WDR-Lokalzeit am 21.11.2014

 

 

 

 

 

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