Hausärzteverband Oberbergischer Kreis
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Zur Honorarsituation in der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und Daten des Statistischen Bundesamtes

Zunächst einige Vorbemerkungen:

 

Hausärztinnen und Hausärzte sind zumeist  Selbständige, die ihren Beruf freiberuflich in der eigenen Prasis ausüben. Als Vertragsärztinnen und -ärzte mit entsprechender Zulassung nehmen sie an der vertragsärztlichen Versorgung für GKV-Versicherte teil und versorgen ebenfalls Privatpatienten und Selbstzahler.

 

Die sogenannten "Arzthonorare" der Krankenkassen sind Gelder für die ambulante Versorgung ihrer Versicherten. Daraus werden die Betriebskosten und die Kapital- und Investitionskosten für eine Arztpraxis bestritten.

 

Aufgrund einer asymmetrischen Verteilung der Ausgaben für die ambulante medizinische Versorgung für Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland werden in NRW seit 2009 weniger Finanzmittel als im Bundesdurchschnitt pro Versicherten eingesetzt. Aktuell beträgt die Differenz zu einer an der Krankheitslast orientierten Vergütung in NRW -12 v.H.

 

Quelle: KVNO, November 2013

In einer aktuellen Veröffentlichung des SPIEGEL wird gefordert, dass regionale Daten zur Einkommenssituation der Ärzte erforderlich sind, da die öffentlichen Auseinandersetzungen zu den Arzthonoraren sonst nicht nachvollziehbar seien.

 

Zu den regionalen Daten (Nordrhein) werden jeweils durch den Vorsitzenden der Vertreterversammlung der KVNO sowie des Hauptausschusses der  KVNO Dr.Bergmann bei den  Vertreterversammlungen die aktuellen Honorarentwicklungen der einzelnen Fachgruppen dargestellt:

Am 13.09.2013 berichtete Dr. Bergmann :

 

„Einige Fachgruppen haben erheblich an Honorar verloren,“ sagte Bergmann. Das gilt auch für den Jahresvergleich des zweiten Quartals 2011 und 2013. Bei den nordrheinischen Hausärzten lag Nordrhein im zweiten Quartal 2012 beim Honorarumsatz je Arzt im Bundesvergleich mit 48.637 Euro an elfter Stelle. Damit sank der Honorarumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal je Arzt um 1.000 Euro, der durchschnittliche Honorarumsatz je Behandlungsfall fiel mit 58,71 Euro um 1,2 Prozent geringer aus.

Bei den Fachärzten lag der durchschnittliche Honorarumsatz in Nordrhein im zweiten Quartal 2012 bei 42.868 Euro und damit an drittletzter Stelle im Bundesvergleich. Auch beim Fallwert lag Nordrhein mit 59,41 Euro weit unter dem Bundesdurchschnitt an viertletzter Stelle. Immerhin profitieren die Fachärzte in 2013 unter anderem von dem Verhandlungsergebnis für dieses Jahr und dem Auslaufen der Konvergenzregelung: In der Summe stehen im vierten Quartal 2013 rund 35 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Im hausärztlichen Bereich beläuft sich der Zuwachs auf etwa 15 Millionen Euro."

(Quelle: Pressemitteilung der KVNO vom 13.09.2013)

Im gesetzlich geforderten Honorarbericht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zeigen sich die deutlichen regionalen Unterschiede für die kassenärztliche Versorgung: Zu den Veröffentlichungen....

 

Was einem Arzt/einer Ärztin vom Honorarumsatz bleibt sind nach Abzug von Betriebsausgaben, Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung sowie berufsständische Rentenversicherung 23,5% als Nettoeinkommen.

Zu den fachgruppenbezogenen Honorarumsätzen hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung zuletzt die Zahlen von 2011 veröffentlicht. Die Zahlen für Nordrhein liegen unter diesen bundesweit ermittelten Durchschnittswerten.

Das Statistische Bundesamt ist jetzt der Aufforderung nachgekommen, statistische Werte zum gemittelten Reineinkommen von Arztgruppen zu

veröffentlichen. Diese sind bundesweit gemittelt.

Für Nordrhein kann man mit einem Wert von -12 Prozent ausgehen.

Zur Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes.

 

Dadurch ist Nordrhein und insbesondere die Landkreise mit wenigen Privatpatienten für den hausärztlichen Nachwuchs nicht attraktiv (Oberberg liegt im Ranking in Nordrhein an 20. Stelle gem. Versorgungsreport der KVNO) und es muss auch jedermann klar werden, dass ein Regress (Strafzahlung) wie bei Dr. Blettenberg in Lindlar existenzvernichtend ist und in die Insolvenz führt.

 

 

Stand: 18.12.2013

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