Hausärzteverband Oberbergischer Kreis
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Grippale Infekte-Atemwegsinfekte-Influenza

ERKÄLTUNGSKRANKHEITEN treten häufig in der kalten Jahreszeit auf und sind zumeist durch Viren verursacht , die von Schnupfen (Rhinitis), Nebenhöhlenentzündungen (Sinusitis), Halsentzündungen (Pharyngitis), Bronchitis bis Lungenentzündungen (Pneumonie) eine Vielzahl von Symptomen und Verläufen verursachen können, teilweise verbunden mit Allgemeinsymptomen wie Fieber,Abgeschlagenheit, Muskel- und Gliederschmerzen.


Bei Patienten mit funktionierendem Immunsystem ist der Krankheitsverlauf zumeist gutartig und klingt innerhalb von 2-3 Wochen ab.

 

Erkrankte mit normalem Erkältungshusten erwarten häufig, dass die Hustensymptomatik nach 6 bis 8 Tagen verschwunden ist. In 19 Verlaufsstudien zeigte sich allerdings, dass der natürliche Hustenverlauf bis zum Abklingen durchschnittlich 18 Tage dauert.

Aufgrund falscher  Erwartungen wird  häufig die Verordnung von Antibiotika in der Therapie erwartet, obwohl diese den Erkrankungsverlauf nicht verkürzen, bei Virus- Infekten nichts bewirken, zu keiner Verkürzung des KRankheitsverlaufes beitragen und gegebenenfalls Nebenwirkungen hervorrufen (Allergien,Durchfall).  Durch zu häufige Antibiotikabehandlungen können sich ebenfalls Resistenzen bei Bakterien heranbilden, die dann auf antibiotische Behandlungen nicht mehr ansprechen.


Resistenzentwicklungen mit fehlender Wirksamkeit eingesetzter Antibiotika werden immer mehr zu einem Problem bei der Beherrschung komplizierter bakterieller Infektionen.

 


Die Häufigkeit von multipel (mehrfach) resistenten Bakterien (z.B. MRSA) wird ebenfalls durch antibiotische Behandlungen gebahnt.


Deshalb ist es bei normalen Erkältungserkrankungen sinnvoll, den natürlichen Heilungsverlauf abzuwarten unter symptomlindernder Therapie.

 

Patienten mit chronischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen des Immunsystems sind eher hinsichtlich komplizierter Verläufe und bakterieller Zweitinfektionen gefährdet.

 

Ob bei komplizierten Verläufen mit Zeichen einer zusätzlichen komplizierten bakteriellen Infektion eine Antibiotika-Behandlung angezeigt ist oder bei vorliegenden Risikofaktoren, entscheidet Ihre Hausärztin/Ihr Hausarzt im Krankheitsverlauf unter Würdigung all dieser Gesichtspunkte.


Allgemeinverständliche Informationen zum Antibiotika-Gebrauch finden sich

bei den unabhängigen Patienteninformationen

des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

 

INFLUENZA


Eine höhere Gefährdung  stellen Influenza-Infektionen dar, falls eine gefährliche Variante ausftritt. Die rechtzeitige Erkennung drohender gefährlicher Influenza-Epidemien ist Gegenstand eines Frühwarnsystems der Weltgesundheitsorganisation und in Europa des Europäischen Früherkennungssystems, mit dem ebenfalls die deutschen Behörden zusammenarbeiten.

 

Die jährliche Influenzaschutzimpfung für alle über 60-Jährigen und Risikogruppen nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission wird jährlich in den oberbergischen Hausarztpraxen durchgeführt.

 

Bei GrippeWeb kann jeder mitmachen und dazu beitragen, die Verbreitung von Atemwegserkrankungen in Deutschland darzustellen und wichtige Erkrenntnisse zu gewinnen. GrippeWeb ist eine Initiative des Robert-Koch-Institutes , einer Einrichtung des Bundesgesundheitsministeriums mit der Aufgabenstellung der Krankheitsüberwachung und -prävention.

 

Stand 23.01.2013 

 



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