Hausärzteverband Oberbergischer Kreis
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Erschöpfungszustände / Depressionen

"Ich fühle mich erschöpft und ausgelaugt" . Mit diesem Satz stellen sich nicht selten Patienten in Hausarztpraxen vor und suchen nach Erklärungen und Hilfe. Sechs von zehn Deutschen fühlen sich gestresst.

 

Hinter dieser Symptomatik können sehr verschiedene Ursachen stecken: Überforderung, körperliche Ursachen (z.B. Schilddrüsenunterfunktion, Bluthochdruck, chron. Infekte, Blutarmut ), Abhängigkeitserkrankungen oder eine depressive Erkrankung, an der ca. 26 Prozent aller Menschen im Laufe ihres Lebens erkranken, davon ca. 50 v.H. einmalig mit einem Verlauf ohne Behandlung über 6 bis 8 Monaten. Bei depressiven Erkrankungen besteht ein hoher Leidensdruck und die Hauptgefahr bei schwerem Verlauf liegt im Suizid.

Hauptsymptome: geminderter/fehlender Antrieb, bedrückte Stimmung, negatives Denken und teilweise  körperliche Beschwerden: Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, fehlender Appetit, körperliche Schmerzen.

Die Ursachen können unterschiedlich sein.

 

Hausarztpraxen nehmen eine wichtige Funktion in der Abklärung von Erschöpfungs- und Depressions-Symptomen und der Begleitung von betroffenen Patienten ein. Wo depressive Patienten in Deutschland im Versorgungssystem behandelt werden zeigt eine Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt vom November 2013 zu den Daten von 3,3 Mio. Versicherten von Ersatzkassen und der Rentenversicherung Bund für die Jahre 2005 bis 2007: 56,2 Prozent der Patienten mit einer mittelschwerden bis schweren Depression wurden ausschließlich in Grundversorgerpraxen im hausärztlichen Bereich behandelt und versorgt mit einer mittleren Verweildauer von 86 Tagen.

Mehr als die Hälfte der Patienten leidet an mehr als einer psychischen Störung und fast 100 Prozent haben begleitend eine körperliche Erkrankung.

(Gaebel, Wolfgang; Kowitz, Sandra; Fritze, Jürgen; Zielasek, Jürgen; Inanspruchnahme des Versorgungssystems bei psychischen Erkrankungen: Sekundärdaten von drei gesetzlichen Krankenkassen und der Deutschen Rentenversicherung Bund;Dtsch Arztebl Int 2013; 110(47) )

 

Der Hausärzteverband Oberbergischer Kreis arbeitet mit im

Netzwerk-Depression-Oberberg

 

Hier werden Informationen für Betroffene und Interessierte bereitgestellt und Hinweise für Ansprechpartner bei Erkrankung gegeben.

 

Die Patientenversion der

"Nationalen Versorgungsleitlinie Unipolare Depression"

gibt ausführliche Informationen zur Diagnostik, Behandlung und Verläufen.

 

HausMed, eine Initiative des Deutschen Hausärzteverbandes, bietet einen 12-wöchigen strukturierten internetbasierten "Coach Depression" an, der bei leichten und mittelschweren Depressionen helfen soll, die Erkrankung zu bewältigen und aus dem negativen Denken herauszufinden. Der Therapieansatz entstammt der kognitiven Verhaltenstherapie.

Selbsthilfemanuale und computerisierte/internetbasierte Angebote für Betroffene, sind Gegenstand z.B. der britischen Leitlinie (NICE) zur Behandlung von Menschen mit depressiven Erkrankungen.

 

Wichtig ist: Es gibt Hilfen und Behandlungsmöglichkeiten !


aktualisiert 19.12.2013

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