Hausärzteverband Oberbergischer Kreis
Hausärzteverband Oberbergischer Kreis

Aktuelles zur Covid-19 Pandemie

25.09.2020

Klausurtagung und Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

(Berichterstatter: Dr. Ralph Krolewski, Mitglied der Vertreterversammlung)

 

Niedergelassene Ärzt*innen haben in Nordrhein seit Beginn der Pandemie aktuell 310.000 Covid-19-Patient*innen behandelt. Damit stellen stellen sie den Schutzschirm für die Bevölkerung dar. Die Abstrichzahlen seit März 2020 wurden verzehnfacht. Die organisatorischen HErausforderungen, nicht vorbereitet, waren enorm und wurden engagiert angenommen.

 

 
 Nach Vorberatungen in der Klausursitzung wird ein Positionspapier einstimmig verabschiedet.Ein Pandemie-Handbuch" der KVNO ist in Vorbereitung.
Meinerseits vorgetragen : regionale Lagebeurteilungen erforderlich als Grundlage für Organisationsänderungen und Erfassungen von regionalen kritischen Belastungen (Regelversorgung/Infektionsversorgung), funktionierende Schnittstellen in Pandemiesituation mit Krankenhäusern und ÖGD. Habe auf unsere Umfrageergebnisse hingewiesen mit Steigerung der Abstrichzahlen um das 10fache seit 03/2020 und drohender Unübersichtlichkeit und Überschreiten der Testkapazitäten bei jetzt steigenden Infektzahlen der oberen Atemwegserkrankungen und kommender saisonaler Influenza.
Aktuelle Kapazitäten der Labore in Nordrhein für SARS-Cov2-PCR-Abstriche: 350.000 Tests pro Woche.
 
Positionspapier von Vorstand und Vertreterversammlung der KVNO (einstimmig verabschiedet):
 
 Erkenntnisse und Erfordernisse aus der COVID-19-Pandemie
 
Das deutsche Gesundheitswesen ist dank des engagierten Einsatzes der Vertrags-ärzte und -psychotherapeuten zu keinem Zeitpunkt an die Grenze seiner Kapazitäten gelangt.
Der Sicherstellungsauftrag in der Regelversorgung wurde auch in der Krise wahrgenommen.
Darüber hinaus übernahmen Ärztinnen und Ärzte Aufgaben der Ge-fahrenabwehr, die der Öffentliche Gesundheitsdienst aufgrund mangelnder Ressourcen nicht erfüllen konnte. Der SARS-CoV2-Erreger hat nicht so viel Schaden angerichtet, wie vielleicht zu befürchten war. Um besser gerüstet zu sein für eine zukünftige, vielleicht gefährlichere Pandemie, hat die KVNO für verschiedene Szenarien einige Erkenntnisse und Erfordernisse formuliert.
 
Sicherheit
Staat und Selbstverwaltung müssen für die handelnden Vertragsärzte und -psychotherapeuten ein Mindestmaß an materieller und persönlicher Sicherheit gewährleisten, damit sie sich auf die Bewältigung der medizinischen und organisatorischen Her-ausforderungen einer Pandemie konzentrieren können:
 
 Finanzierung und Bereitstellung von Persönlicher Schutzausrüstung in ausreichendem Umfang durch Bund und Land.
 
 Sicherstellung der Finanzierung aller erforderlichen Leistungen für Infizierte und Verdachtsfälle durch die GKV.
 
 Automatische Schutzschirm-Regelung für Praxen bei Feststellung einer epide-mischen Lage nach § 5 IfSG.
 
 Fairer Lastenausgleich für Praxen, die besondere Aufgaben in der Pandemie übernehmen und damit Kollegen entlasten (z. B. Schwerpunktversorgung CO-VID-Kranker, Arbeit in Behandlungszentrum)
 
 Bei Einsätzen im Rahmen des Katastrophenschutzes umfassende Absicherung im Vorfeld.
 
 Anerkennung der Infektion mit einem Pandemie-Erreger als Arbeitsunfallereignis bei allen versorgenden Berufsgruppen.
 
 Die Einrichtung von Angeboten zur psychologischen Unterstützung von (triagierenden) Ärzten und medizinischen Fachberufen. Kooperation und Schnittstellenmanagement Das Krisenmanagement bedarf der Optimierung. In Katastrophenlagen größeren Ausmaßes reichen die ärztlichen Ressourcen der zuständigen Akteure des Katastrophenschutzes nicht aus. Die Vertragsärzteschaft ist die bedeutendste medizinische Ressource, die überall vorhanden ist. Sie ist aber nicht durch Anweisung und zentraler Steuerung für das Krisenmanagement zu erschließen, sondern nur durch Einbin-dung in die Organisationsstrukturen des Katastrophenschutzes und dezentrale Aktivierung.
 
Deshalb fordern wir:
 
 Einbindung der KV in die Erstellung bzw. Aktualisierung von Pandemieplänen, Krisenalarmplänen etc. auf der Ebene des Landes, der Bezirksregierung und der Kommunen. Dazu gehört auch die Etablierung eines bidirektionalen Kommunikationsweges zwischen zuständigen Behörde und Ärzteschaft.
 
 Beteiligung der KV an kommunalen Krisenstäben.
 
 Durchführung von gemeinsamen Übungen von Vertragsärzteschaft mit dem Katastrophenschutz, dem ÖGD und den Krankenhäusern für Lagen, in denen Ressourcen aus der Vertragsärzteschaft benötigt werden.
 
 Alle Krankenhäuser sollen im Krisenfall verlässliche Schnittstellen zur Koordination der ambulant-stationären Versorgung in ihrer Region einrichten. Eine gute Zusammenarbeit zwischen ÖGD und Vertragsärzteschaft befördert den optimalen Einsatz der lokal vorhandenen ärztlichen Ressourcen. Damit dies gelingt, schlagen wir Maßnahmen vor, die im Pandemieplan des Landes zukünftig verbind-lich aufgenommen werden könnten:
 
 Klarstellung der Aufgabenteilung zwischen ambulanter Versorgung und ÖGD, insbesondere bei der Frage der Diagnostik analog zu den Situationen nach §§ 2 bis 4 RVO
 
 Vorhalten von einheitlichen Rahmenverträgen für den Fall, dass Vertragsärzte Aufgaben des ÖGD übernehmen müssen. In den Rahmenverträgen muss die Finanzierung von den anfallenden Personal- und Strukturkosten ebenso wie des Materials geregelt sein. Diagnostik Das schnelle Hochfahren der Diagnostik und eine der Lage angepasste optimale Teststrategie sind kritische Erfolgsfaktoren bei der Eindämmung einer Pandemie. Deutschland schneidet diesbezüglich im internationalen Vergleich sehr gut ab.
 
Trotzdem gibt es Änderungsbedarf:
 Die bürokratischen Anforderungen dürfen nicht aus dem Ruder laufen. Ein einheitliches Muster z. B. für die Laborüberweisung wäre wünschenswert.
 
 Komplizierte Regelungen zur Kostenträgerschaft sollten sich nicht in der Kom-munikation an die Bürger niederschlagen. Einfache, klare Regeln steigern die Chance auf Akzeptanz.
 
 Praxispersonal steht unter erhöhtem Risiko der Infektion. Das kostenlose Testen dieser Gruppe ist regelmäßig vorzusehen. Versorgung Erste Anlaufstelle für Patienten sind auch in einer Pandemie mit einem Erreger wie SARS-CoV2 die ambulanten Praxen. Die Vertragsärzteschaft steht zu ihrem Sicher-stellungsauftrag und ist in der Lage, eine getrennte Versorgung von Infizierten bzw. Verdachtsfällen und nicht infizierten Patienten zu organisieren. Darüber hinaus kann sie agile Systeme vorhalten, die je nach Infektionslage auf- und wieder abgebaut werden können. Beispiel in der aktuellen Pandemie sind die sog. 25.09.2020
Corona-Behandlungszentren. Nur mit einer solchen Strategie können die Kapazitä-ten in den Kliniken auf Dauer für die krankenhauspflichtigen Fälle freigehalten werden.
 
 Bürokratische Hindernisse, die unter Krisenbedingungen in der Regelversor-gung auftreten, sind von der Gemeinsamen Selbstverwaltung abzubauen. Dazu gehören beispielhaft die Zulassung von telefonischer AU und Beratung oder minimiertes Formularwesen).
 
 Zusätzlicher Aufwand in der Regelversorgung muss im Vergütungssystem ab-gebildet werden.
 
 Strukturkosten für zusätzliche Behandlungs-Einheiten müssen von Beginn an gegenfinanziert sein – ähnlich wie im stationären Sektor. Kommunikation
 

 Zur Vermeidung von Verunsicherung bis hin zur Panik in der Bevölkerung ist es erforderlich, die Kommunikationsaktivitäten von Behörden, Vertragsärzten und -psychotherapeuten bestmöglich aufeinander abzustimmen.

 

 

09.09.2020

S1-LEitlinie und Handlungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin zu Covid-19:

https://www.degam.de/

 

17.06.2020

 

Neue Phase der Covid-19-Epidemie mit weiteren Lockerungen, Corona-Warn-App und neuen Regelungen für die Ärzteschaft. Im Rahmen der Abklärung bei Menschen, die eine Corona-Warn-App-Warnmeldung erfahren haben , stehen die Hausarztpraxen an vorderster Front.

Die Hausarztpraxen, die sich im Oberbergischen im Hausärztlichen Covid-19-Response-Team zusammengefunden haben, sind an eine interaktive Plattform angeschlossen, die der Vorstand des Oberbergischen Hausärzteverbandes eingerichtet hat , in der Informationen eingestellt werden.

20.05.2020

Die nationale und internationale Disussion wird aktuell zunehmend unter der Fragestellung geführt, ob die politische Ebene rechtzeitig die Gefahren einer Pandemie erkannt und gehandelt hat.

Eine Darstellung zu Deutschland bei den "Tagesthemen"

Die eigenen Risikoanalysen fussten seit 01/2020 auf den Risk-Assessments des European Centers for Disease Control (ECDC) und Studienaus China (MEDLINE).

Wie sich eine Pandemie innerhalb kurzer Zeit nach Modellberechnungen mit kritischer Belastung des Gesundheitssystems ausbreitet, wurde 2009 im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht.

05.05.2020

ACHTUNG: Falsche Schutzmasken mit gefälschten Zertifikaten und Kennungen im Umlauf. Auch vom BMG erworbene Masken wurden zurückgerufen.

Überblick über die Fälschungen (Auflistungen) finden sich hier.

24.03.2020

 

Das RKI hat das Flussdiagramm mit den Empfehlungen und die Falldefinitionen geändert. Das ist nur herauszufinden, wenn man täglich diese seiten aufsucht.

Die entscheidende VEränderungen: Risikogebiete spielen keine Rolle mehr UND Meldepflichtig sind nur noch Kontaktpersonen zu bestätigten Covid-19-Fällen mit akuter respiratorischer Symptomatik sowie gehäufte Pneumonien in Pflegeheimen. Alles andere: Ermessenssache zum Vorgehen durch den niedergelassenen Arzt.

Während der ambulante Bereich seit 10 Jahren in der Pandemieplanung vergessen wurde, spielt er jetzt die entscheidende Rolle zu Vorgehen und Diagnostik !

12.03.2020

DEGAM-Benefit von Prof. Michael Kochen (Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin), welches zur Verbreitung frei gegeben ist:

 

"Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

 

1       soeben werden brandneue Daten des italienischen Istituto Superiore di Sanità publik, die für die Einschätzung des Infektionsgeschehens bei uns und in anderen europäischen Ländern wichtig sein dürften. Demnach tragen alle Altersgruppen der Bevölkerung zur Ausbreitung der Virusinfektion bei.

Bei der am 9. März 2020 durchgeführten Untersuchung wurden 8.342 Personen positiv getestet (leider wird keine Zahl angegeben, wie viele Personen sich insgesamt dem Test unterzogen haben).

Von den Positiven waren

§  1.4% unter 19 Jahren,

§  22% zwischen 19 – 50,

§  37.4% zwischen 51 and 70

§  und 39.2% über 70 Jahre alt.

  • Das mittlere Alter betrug 65 Jahre,
  • 62.1% waren Männer und … 583 der positiv getesteten Personen arbeiten im Gesundheitswesen (s. die Zahlen aus den Niederlanden im letzten Benefit),
  • die mittlere Zeit zwischen Beschwerdebeginn und Diagnose betrug 3 – 4 Tage.

 

Beschwerden

10% der Fälle waren asymptomatisch,

5% hatten sehr geringe Beschwerden,

30% wiesen milde Symptome auf,

31% waren krank, 6% hatten schwere Symptome und 19% waren kritisch krank,

24% wurden stationär aufgenommen (Zahlen aufgerundet, ergeben 101%).

Von den Verstorbenen waren 56.6% über 80 Jahre alt, zwei Drittel davon wiesen mindestens drei chronische Vorerkrankungen auf.

Silvio Brusaferro, der Direktor des Instituts erwähnte kritisch viele Fälle insbesondere junger Menschen, die sich nicht an die öffentlich empfohlenen Maßgaben hielten und zu einer Weiterverbreitung des Virus beitrügen.

u Die entsprechende Webseite ist nur auf Italienisch verfügbar https://bit.ly/3aNx3Ak

 

u Wer von Ihnen an den aktuellen Schweizer Zahlen interessiert ist, kann sie hier finden https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/k-und-i/aktuelle-ausbrueche-pandemien/2019-nCoV/covid-19-lagebericht.pdf.download.pdf/COVID-19_Epidemiologische_Lage_Schweiz.pdf

 

Kommentar: Aus Italien würde ich mir mehr Daten wünschen, aber die Kollegen kommen nicht mehr zum Publizieren. Was uns aus meiner Sicht in der aktuellen Situation wirklich helfen könnte, ist die Beantwortung der Frage, ob es unvermeidlich ist, dass alle europäischen Länder das Schicksal Italiens erleiden müssen und welche Faktoren es sind, die in Italien zu dieser Katastrophe geführt haben (und weiter führen). Angesagt wäre also: Mehr Forschung.

 

2       Aus vielen Rückmeldungen ergeben sich einige Optionen, wie zumindest eine gewisse Entlastung in der Praxis erreicht werden könnte. Hier sind zwei:

  • Man kann eine Art von „Infektsprechstunden“ gegen Ende des Praxistags einrichten, die immer von denselben Leuten durchgeführt wird – die sollten nicht alt und nicht chronisch krank oder immunsupprimiert sein. Die anderen der Praxis setzen sich diesem „Risiko“ nicht aus.
  • Des Weiteren könnte man dazu übergehen, alle Patienten in der Praxis über Telefon- oder Videosprechstunden zu informieren, die aufgrund der dann wahrscheinlich zurückgehenden Besucherzahlen das allgemeine Risiko für das gesamte Praxisteam reduziert. Darüber haben bereits andere Kollegen z.B. Wolfgang Schneider-Rathert informiert.

 

3       Die meisten von Ihnen werden viele unterschiedliche Portale besuchen, von denen ich einige an dieser Stelle nochmals aufführe

Fast alle überregionalen deutschen Tageszeitungen und Wochenzeitschriften/-magazine bieten spezielle Seiten zum Thema an. Stellvertretend für viele Blätter seien genannt:

 

Praktisch alle Artikel zu SARS-CoV-2 auf Spezialportalen renommierter medizinischer Zeitschriften sind frei verfügbar, z.B.

 

Von den Seiten der nationalen und internationalen Gesundheitsbehörden seien genannt

 

Fallzahlentwicklung

 

 

 

Herzliche Grüße

 

Michael M. Kochen

 

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Eine Weitergabe dieses Benefits ist gestattet.

 

Prof. Dr. med. Michael M. Kochen, MPH, FRCGP

 

Emeritus, Universitätsmedizin Göttingen

http://www.allgemeinmedizin.med.uni-goettingen.de 

http://www.allgemeinmedizin.med.uni-goettingen.de/de/media/contact/Kochen_CV_5-18.pdf 

 

Institut f. Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Freiburg

http://www.uniklinik-freiburg.de/studium/studieren-in-freiburg/lehrbereich-allgemeinmedizin.html

 

Ordentliches Mitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

http://www.akdae.de/Kommission/Organisation/Mitglieder/OM/Kochen.html

 

Ludwigstr. 37

D-79104 Freiburg/Germany

Tel.  +49-761-1513566

Fax  +49-761-1513567"

11.03.2020

 

Info des Vorstandes des oberbergischen Hausärzteverbandes:

 

"Der Präsident des RKI Wiehler ruft die Gesundheitseinrichtungen auf, Krisenpläne zu aktivieren.

Für die Hausarztpraxen entscheidend, ob über die bislang geforderten Hygienepläne ein Infektionsschutzkonzept vorliegt für Zugang zur Praxis und Anmeldung, Isolierung von Patienten, Händehygiene in der Praxis und Abstandsregelungen.

Nach Arbeitsschutzbestimmungen (TRBA-250, BioStoffVO, Anleitung 609) müssen Gefährdungsanalysen erfolgen und Betriebsanweisungen verfasst werden. Covid-19 wurde in Risikoklasse 3 eingestuft mit Erfordernis zu Schutzklasse-3-Maßnahmen. Neben organisatorischen und räumlichen Maßnahmen spielt Schutzausrüstung dabei eine wesentliche Rolle.

Die KVNO verteilt aktuell Schutzausrüstungen an Praxen mit Schwerpunkt in Heinsberg.

 

KVNO-Vorsitzender Bergmann dazu:

 

"Um die Regelversorgung im Kreis Heinsberg aufrechtzuerhalten, statten wir aktuell die Praxen vor Ort bedarfsgerecht mit von uns unter großem Aufwand erworbenen Schutzmaterialien aus. Zudem haben wir in einem ersten Schritt unsere Notdienstpraxen bereits mit entsprechendem Material ausgestattet.

Die Bereitstellung von Schutzausrüstungen gehört zwar nicht zu unseren originären Aufgaben als KV, wir gehen hier aber bewusst in Vorleistung, um die Versorgung der Patienten zu sichern und das Personal in den Praxen vor Infektionen zu schützen. So haben wir bereits über 5.000 FFP-Masken, rund 30.000 Schutzkittel sowie über 80.000 Schutzhauben bereitgestellt. Allein weitere insgesamt 30.000 FFP-Masken befinden sich aktuell im Zulauf." (Quelle: Homepage der KVNO)

 

Die Maßnahmen  in Heinsberg beinhalten ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Kreis die Einrichtung einer mobilen Arztpraxis zur Diagnostik als Eigeneinrichtung der KVNO.

 

In Aachen wurden heute pro Praxis 2 Schutzmasken und 100 Kittel zugeteilt (interne Mitteilung im Hausärzteverband).

 

Wer keine Schutzausrüstung hat, muss sich fragen, wie das notwendige Schutzniveau einzurichten ist in der zunehmenden Epidemie-Situation.

Gem. der Beschlussfassung der Mitgliederversammlung des oberbergischen Hausärzteverbandes haben wir Gefährdungsanalysen für die oberbergischen Notfallpraxen gefordert.

 

Diese wurden mit Schutzausrüstungen ausgestattet. In Absprache mit den Krankenhausverwaltungen werden Patienten, die die Krankenhäuser aufsuchen, bei vorliegender respiratorischer Symptomatik in speziell vorbereiteten Räumlichkeiten eine abklärende Untersuchung durch Krankenhausmitarbeiter angeboten.

 

Die Notfallpraxis Gummersbach wird aufgrund der räumlichen Situation unter Risikobewertung ab 16.03.2020 in andere Räumlichkeiten verlegt, was wir begrüßen.

 

Unklar ist , in welchem Umfang Patienten mit Atemwegsinfektionen ohne Eingangstriagierung in den Wartebereichen der Notfallpraxen landen.

Da die oberbergischen Praxen mit eigenem Personal in den Notfallpraxen arbeiten, obliegt es ihnen , die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter nach TRBA-250 zu gewährleisten, insbesondere, wenn keine Gefährdungsanalysen durch den Betreiber der Notfallpraxen vorliegen. Dieses haben wir bei der GMG nachgefragt und mit der BGW telefonisch erörtert.

 

Orientierungshilfen für Hausarztpraxen und zu den Notfallpraxen haben wir auf unserer Homepage veröffentlicht."

 

08.03.2020

 

Bei Treffen mit hausärztlichen Moderatoren landesweit zeichnete sich ein unterschiedliches Bild: Sehr abweichende Einschätzungen zur Zuständigkeit und Erreichbarkeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes, fehlende Schutzausrüstungen und Unsicherheiten deshalb, Empörung, dass jetzt "von den Hausärzten ohne Vorbereitung eine Verantwortungsübernahme erwartet wird" (s. Anzeigen des BMG), und Bagatellisierungen ("Ist ein milder Verlauf", "Wir kriegen es sowieso alle") bei Unkenntnis der aktuellen epidemiologischen Daten aus China ("Kann doch nicht auf Deutschland übertragen werden.").

Aus diesem Grund wird jetzt ein Menüpunkt "Aktuelles infektiologische Erkenntnisse zu Covid-19 " eingerichtet.

Wir selbst treten, um Risikogruppen zu schützen für eine engagierte Infektionsschutzorganisation in Hausarztpraxen und Notfallpraxen ein (IPC-Maßnahmen).

 

 

 

Interview des Vorsitzenden des oberbergischen Hausärzteverbandes bei "Oberberg-aktuell":

Besonnenheit, Vertrauen in die Wissenschaft und solidarisches rücksichtsvolles Handeln bringen uns weiter.

Bildfolge (privat Dr. Krolewski): Redakteur beobachtet Dreh zur Eingangsprüfung , vorbereitete Erstsichtungszone für viele Infektkranke bei Pandemiesituation, aktuelle "Orientierungshilfe" für Praxen des RKI

28.02.2020
 
Der WDR wird am So. , 01.03.2020, um 19:30h in WESTPOL zum Thema "Covid-19" berichten.
 
Ein Aufnahmeteam war heute in meiner Praxis und ich habe die Möglichkeiten zum Vorgehen nach IPC-Standards der WHO
in einer Hausarztpraxis gezeigt, wie sie sie seit dieser Woche in die  Praxisroutine überführt wurden:
Themen dabei:
-Ablauforganisation inkl. früher Triage an Praxisfenster mit Gegensprechanlage, Patientenführung mit
Distanzkontrolle in der Praxis, Schutzausrüstung, Erweiterung der Triage in vorbereiteter Außenanlage
 
- Beruhigende Kommunikation mit Nicht-Risiko-Patienten (junge gesunde Menschen < 39 Jahre mit einem Sterblichkeitsrisiko von 0,2 Prozent nach Covid-19-Infektion), ABER erhöhtem Ansteckungsrisiko für Risikogruppen (Diabetes, Lungenkrankheiten, Herzkrankheiten, höheres Lebensalter) im Kontakt.
Anforderungen an präventive Kommunikation.
 
- aktuelle RKI-"Orientierungen" mit Abstrichdiagnostik in der Praxis (nur obere Atemwege mit Abweichung vom internationalen standard, der auch die unteren Luftwege einbezieht, was in Hausarztpraxen nicht zu bewerkstelligen ist)
 
- fehlende ausreichende Bevorratung von Schutzausrüstungen für das Gesundheitswesen für Pandemielagen (9-12 Wochen) , was eigentlich als staatliche Hoheitsaufgabe anzusehen ist zur Sicherstellung der öffentlichen Gesundheit bei Gefahrenlagen.
 
- Priorität: Risikogruppenschutz und Schutz der Mitarbeiter, im Gesundheitswesen (WHO-Forderungen)
 
- Problematik der Notfallpraxen (Wartebereich) bei fehlender Zugangstriage und unterbliebenen Gefährdungsanalyse,
 
  Gefährdung von Ärzt*innen und Mitarbeiter*innen bei mehrstündiger Arbeit im Firstline-Bereich mit FFP3-Schutzmasken, die nach Dichtigkeitsprüfung fixiert werden müssen. 
  zur Getränke- und Nahrungsmittelzufuhr bei langer Schicht ohne Gefährdungen nicht möglich.
 
 

 

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