Hausärzteverband Oberbergischer Kreis
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Statements des Vorstandes des Oberbergischen Hausärzteverbandes zu neuem Coronavirus

29.01.2020

 

"Aktuell besteht noch kein erhöhtes Risiko in Deutschland, aber die Entwicklung mit europaweiter Überwachung muss beachtet werden , die Ergebnisse der nationalen Überwachungen  und Basishygienemaßnahmen sind in die tägliche Routine zu übernehmen :
 
-   Händewaschen,
-  "korrektes Husten" in die Armbeuge ,
-   Händeschütteln vermeiden .
 
Das schützt auch vor der jedes Jahr um diese Zeit auftretenden Grippe, die ebenfalls zu tödlichen Verläufen neben harmlosen vorübergehenden Episoden führt. Zunehmende Luftnot sind Warnhinweise für eine begleitende Lungenentzündung und sollten zur sofortigen telefonischen Kontaktaufnahme zur Hausarztpraxis oder Notdienst führen.
Da das Corona-Virus aus China stammt, besteht derzeit nur ein Infektionsrisiko durch Erkrankte, die aus einer der betroffenen chinesischen Regionen stammen, sich dort seit Dezember 2019 aufhielten  oder Kontakte zu solchen Personen hatten.
 
Erst in einigen Wochen werden wir wissen, ob es zu Übertragungen in Deutschland kommt und in welchem Ausmaß und ob die weltweiten Bemühungen zur Eindämmung gelingen.
 
Die Hausarztpraxen sollten sich organisatorisch und in Abstimmung mit den Fachbehörden auf einen "Outbrak" vorbereiten", d.h. Bereithalten persönlicher Schutzausrüstung, Praxisorganisation zur Isolierung von Verdachtsfällen ohne Wartezimmerkontakte und Aufbau schneller Kommunikationskanäle zur Klärung der Weiterversorgung ."
 

 

11.02.2020

 

Bei einem Sondertreffen der Gesundheitsminister und Spezialisten bei der WHO soll in Genf das weitere Vorgehen aufgrund der sich täglich aktualisierenden Erkenntnislage zu Covid-19 (neue Bezeichnung für 2019-nCorV) beraten werden.

 

In der New York Times erscheint ein Artikel unter der Überschrift "Wir schufen die Coronavirus-Epidemie" mit folgenden Aussagen, die der Vorstand des oberbergischen Hausärzteverbandes wichtig findet , da diese die Risiken und völlig neuen Situationen beschreibt, die zu neuartigen Epidemien führen:

 

"Gegenwärtig gibt es  7,6 Milliarden hungrige Menschen, von denen etliche verarmt sind und verzweifelt nach Eiweißquellen suchen. Einige sind wohlhabend und verschwenderisch und in der Lage, mit dem Flugzeug in alle Richtungen zu reisen. Diese Faktoren sind auf dem Planeten Erde völlig neu,  wie es aus den Fossilien wissen.  Es ist erwiesen, dass kein Tier mit großem Körper jemals annähernd so zahlreich war wie der Mensch, geschweige denn so effektiv, um sich Ressourcen anzueignen . Und eine Konsequenz von dieser Zunahme und dieser Macht und den folgenden ökologischen Störungen ist eine zunehmende Virusübertragung:  Tier zu Mensch, dann von Mensch zu Mensch, manchmal im Pandemiemaßstab weltweit.

 

Wir dringen in tropische Wälder und andere wilde Landschaften ein, in denen so viele Tier- und Pflanzenarten beheimatet sind - und in diesen Lebewesen  so viele unbekannte Viren! Wir fällen die Bäume. Wir töten die Tiere oder halten sie in Käfigen und schicken sie auf den Markt. Wir stören Ökosysteme und schütteln Viren von ihren natürlichen Wirten ab. In diesem Fall benötigen sie einen neuen Wirtsorganismus. Oft sind wir es. "

Und zuletzt:

"Wir stehen kurz- und langfristig vor zwei tödlichen Herausforderungen. Kurzfristig: Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um diesen Ausbruch von nCoV-2019 einzudämmen und auszulöschen ,bevor es zu einer verheerenden globalen Pandemie kommt.

Langfristig: Wir müssen uns daran erinnern, dass nCoV-2019 kein neuartiges Ereignis oder Unglück war, das uns befiel. Es war - es ist - Teil eines Musters von Entscheidungen, die wir Menschen treffen. "

 

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