Hausärzteverband Oberbergischer Kreis
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Grenzen des Wachstums und Notwendigkeit der Transformation

21.10.2018

 

Gerade erschien der Bericht des Stockholm Resilience Centers zum 50. Geburtstages des Club of Rome (s. Anlage) am 17. Oktober 2018.

 

Der Titel lautet: "Wie wir die Nachhaltigkeitsziele innerhalb der Belastungsgrenzen der Erde (Planetary Boundaries) erreichen können".


Er beleuchtet die dringende Notwendigkeit weltweit und damit auch für eine nachhaltige Politik in Oberberg .

Die Autoren sind führende Erdystemforscher weltweit. Prof. Rockström wechselt gerade an die Spitze des PIK Potsdam in Nachfolge von Prof. Schellnhuber.

Es handelt sich um den 46. Bericht des Club of Rome, der mit seinem ersten Bericht "Die Grenzen des Wachstums" vor 48 Jahren weltweit Aufsehen erregte.

Prof. Ernst Ulrich v. Weizsäcker, bis 2000 auch Direktor des Wuppertal-Institutes, jetzt Präsident des Club of Rome, weist im Vorwort darauf hin, wie wichtig die Betrachtung der Nachhaltigkeitsziele ist, wenn auch die
Implementierung von ihnen im allgemeinen und politischen Bewußtsein noch unklar ist und die Frage brennend ist, wie die Nachhaltigkeitsziele unter Berücksichtigung der Belastungsgrenzen der Erdsysteme (Plantary Boundaries) erreicht werden können.

Dieser Bericht ist der erste zu dieser Fragestellung nach umfangreichen Studien und er hat es in sich und geht damit noch über den 6. Report des IPCC hinaus, da er die sozialen Handlungsfelder einbezieht.

Dieser Bericht hat es in sich!

DENN: ein Weiter-So führt in die irreversible Klimakatastrophe ab 2050 !

Auch ein beschleunigtes Erreichen der sozialen Ziele der Agenda 2030 wird am Endergebnis nicht viel ändern ! (Zuviel Wachstumsorientierung mit Klimabelastung und Verschmutzung!)

Ebenfalls "Anstrengungen an allen Fronten" wird zu keiner Stabilisierung führen ! (Zuviel Wachstumsorientierung mit CO2-Freisetzung und Verschmutzung!)

Nur der 4. Pfad einer energischen "Transformation" wird das Ziel erreichen, dazu ist eine energische Politik (s.u.) in 5 Kernfeldern erforderlich und umfasst umfangreiches Handeln auf allen Ebenen.

 

 

Dieses Scenario wird als "SMARTER" beschrieben und umfasst in der Übersicht:

 

Haupt-Politik-Felder (2020-2040):

 

beschleunigter Ausbau erneuerbarer Energien;

von 2020 an Halbierung der CO2-Emissionen alle 10 Jahre

beschleunigte Produktivität in der Nahrungsmittelerzeugung: +1% pro Jahr

 

neue Entwicklungsmodelle in den ärmeren Ländern wie in Südkorea,China,Skandinavien ,Äthiopien oder Costa Rica

 

aktive Beseitigung der Ungleichheit, die sicherstellt, dass die reichsten 10% der Bevölkerung nicht mehr als 40% des Einkommens haben

 

Investitionen in Bildung für alle, Gleichberechtigung, Gesundheit,Familienplanung, Stabilisierung der Weltbevölkerung

 

Hinderungsgründe und Herausforderungen:
(2015-2050)

Misstrauen in Zentralregierungen

 

Zunahme von Nationalismus, der eine globale Kooperation in Zweifel zieht

 

Ideologische Opposition zu Umverteilung

 

Markt-Fundamentalismus gegenüber Regierungen, die ein Markt-Design anstreben

 

Ergebnisse und Konsequenzen nach 2050 in diesem Scenario:


12 von 17 SDG erreicht


Von den Grenzen der Erdsysteme: 0 im Hoch-Risiko-Bereich,

7 im sicheren Bereich
und
4 im gelben Bereich: Globale Erwärmung, Waldrodung, Luftverschmutzung und Bodengifte

 

https://www.stockholmresilience.org/…/2018-10-17-transforma…

 

 

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