Hausärzteverband Oberbergischer Kreis
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10.11.2021

In der Planetary Health Academy (KLUG) als bundesweit angebotene online Fortbildung haben heute Martin Scherer (DEGAM) und Alina Herrmann (DEGAM, AG Klimawandel und Gesundheit) zu Planetary Haalth und Allgemeinmedizin vorgetragen.
Das Video und die Präsentationen sind hier zugänglich.
 
Am 20.10.2021 Vorstellung unseres gemeinsamen Buches von 70 Autor*innen zu "Planetarer Gesundheit" mit anschließender Pressekonferenz. Karl Lauterbach spricht ein Grußwort :" Die Energiewende ist nicht alles, aber notwendig, damit wir ohne zu große Verluste die Veränderungen schaffen."
" Wir können das schaffen , aber ich bin mir nicht sicher, ob wir es rechtzeitig schaffen, bevor Kipp-Punkte überschritten werden. Da bin ich skeptisch."
 
Die Herausgeber des Buches betonen den eindeutigen Zusammenhang mit dem Zustand der Ökosysteme und der menschlichen Gesundheit. Die Klima-Krise führt zur Zunahme der nicht-übertragbaren Erkrankungen , die bereits Todesursache Nr. 1 weltweit sind durch Luftschadstoffe, neue Allergene, ungesundes Ernährungssystem und sich ausbreitende Schadstoffe wie Mikroplastik mit Auswirkungen auf die Hormonfunktionen und epigenetische Veränderungen.
"Die Klima-Krise ist die größte Gesundheitskrise ."
 
Ein großes Thema : Wie kommen wir vom Wissen zum Handeln ?" mit Faktenwissen, Handlungsbereitschaft und Entwicklung neuer Werte und Haltungen zum Ziel gesunder Menschen auf einem gesunden Planeten.
Werte entwickeln sich in Konflikten und im Zusammenwirken mit anderen und dorthin zu gehen, wo die Herausforderungen liegen.

Planetare Gesundheit :                    ein neues Forschungsgebiet

150 Organisationen aus 35 Ländern gehören inzwischen zur Planetary Health Alliance

- Allianz zur Planetaren Gesundheit-

, die sich zur Aufgabe gemacht haben:

 

1) Aufbau einer weltweiten Gemeinschaft zur planetaren Gesundheit über alle Sektoren,Disziplinen,Generationen und regionalen Grenzen hinweg.

2) Förderung der Ausbildung von Wissenschaftlerinnen zum Thema durch Mentoren und offenen Zugang zu Wissensquellen von der Basis- bis zur Universiätsausbildung.

3) Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Planetare Gesundheit und Kontakt zu politischen Entscheidungsträger*innen

 

Grundsätzliches:

 

"Planetare Gesundheit


Planetare Gesundheit ist ein Bereich, der sich auf die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit durch die menschenverursachten Störungen der natürlichen Systeme der Erde konzentriert.

 

"Es besteht kein Zweifel daran, dass sich unsere globale Umwelt verändert - von den heißesten Jahren der Geschichte über das weltweite Verschwinden von Bestäubern bis hin zum weltweiten Zusammenbruch der Fischerei und der Nutzung von etwa der Hälfte der bewohnbaren Fläche des Planeten, um uns selbst zu ernähren.

 

Wir befinden uns jetzt in einer neuen geologischen Ära, dem Anthropozän, das durch die dramatischen Auswirkungen der Menschheit auf die natürlichen Systeme der Erde gekennzeichnet ist.

Und obwohl sich die Gesundheit der durchschnittlichen Weltbürger im Laufe des letzten Jahrhunderts verbessert hat, hat sich die Gesundheit unseres Planeten stark verschlechtert - was die historisch jüngsten und fragilen Verbesserungen  im Bereich der öffentlichen Gesundheit gefährdet.

 

Wir sind nicht nur mit dem Klimawandel konfrontiert, sondern auch mit einem Rückgang der biologischen Vielfalt, einem Mangel an Ackerland und Süßwasser, Verschmutzung und sich ändernden biogeochemischen Strömen.

 

Wir haben dramatische Auswirkungen auf unser globales Lebensmittelproduktionssystem, die Qualität der Atemluft und des Trinkwassers, unsere Exposition gegenüber Infektionskrankheiten und sogar auf die Bewohnbarkeit der Orte, an denen wir leben.

 

Änderungen an natürlichen Lebenserhaltungssystemen wirken sich bereits auf unsere Gesundheit aus und werden voraussichtlich die Mehrheit der globalen Krankheitslast im Laufe des kommenden Jahrhunderts erhöhen und die verletzlichsten und künftigsten Generationen von heute am härtesten treffen.

 

Alles ist miteinander verbunden - was wir mit der Welt tun, wirkt sich auf uns aus, und zwar nicht immer so, wie wir es erwarten würden. Um diese Herausforderungen zu verstehen und zu bewältigen, ist eine umfassende Zusammenarbeit über Disziplin- und Ländergrenzen hinweg erforderlich, um unsere Gesundheit zu schützen."

Quelle: https://planetaryhealthalliance.org/planetary-health

(Übersetzung: Dr. Ralph Krolewski)

 

Info-Grafik

 

Zeitschrift

 

Jahrestreffen 2019 in der Stanford-Universität, Kalifornien.

 

Video-Dokumentationen des Treffens:

05.09.2019

06.09.2019

 

Nähere Informationen bei Dr. Krolewski

 

Stand: 07.09.2019

 

 

 

 

 

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